Er wird lernen. = Ai do të mësojë.
Du wirst putzen. = Ti do të pastrosh.
Sie wird putzen lernen. = Ajo do të mësojë të pastrojë.
Wir werden nicht vergessen. = Ne nuk do të harrojmë.
Ist dir beim dritten Satz aufgefallen, dass der Konkunktiv zwei Mal verwendet werden muss? Zuerst für die Zukunft, dann für die Verbindung zweier Verben!
Viele Albaner, sowohl aus Albanien als auch aus dem Kosovo, lassen bei der Bildung des Futur das "do" weg. Beispiel: "Ai do bëjë një punë të mirë." = "Er wird gute Arbeit machen."
Die den anderen beiden Anwendungen des Konjunktiv (also als Infinitiv und zur Verbindung zweier Verben) werden bei kosovarischen Sprechern ganz anders gebildet, nämlich nach dem Muster: "me punu", "me shku" etc.
Beispiele:
Infinitiv: Es ist gut, albanisch zu lernen. = Është mirë me mësu shqip.
Konjunktiv: Ich kann in die Schule gehen. = Unë mundem me shku ën shkollë.
Betrachten wir den zweiten Beispielsatz genauer, fällt uns ein weiterer Unterschied auf. Wir hatten ja eigentlich gelernt, dass "mund" = "können" nicht dekliniert wird. Im Kosovarischen jedoch ist es rückbezüglich und wird sehr wohl dekliniert! Wir werden die Endungen der rückbezüglichen Verben später noch lernen (ti mundesh, ai mundet, ...).
Außerdem wird die Präposition "në" = "in" von Kosovaren meistens als "ën" ausgesprochen.
Vergleichen wir "mund të shkojë" mit "mundet me shku" fällt uns also auf, dass die albanischen Dialekte nicht nur unterschiedliche Vokabeln, sondern durchaus auch Unterschiede in der Grammatik aufweisen. Wahrscheinlich gibt es deswegen eigene Kauderwelsch-Ausgaben für Schrift-Albanisch

